Färöer-Inseln 2016

Die große Reise – Teil Zwei – Ankunft auf den Färöer-Inseln

Es hat etwas gedauert bis hier der erste Eintrag aus diesem Jahr erschein aber das Wetter war bisher einfach zu gut um am Rechner zu sitzen ! Und eins war klar, schlechteres Wetter kommt ganz sicher.

Wie meist, machte ich mich abends, einen Tag vor Abfahrt der Fähre, auf den Weg nach Hirtshals, Dänemark. Wieder circa 1250 Km, vom Südwesten Deutschlands in den hohen Norden Dänemarks.

Die Fahrt war wie immer lang, zäh und unspektakulär. Einfach nur Strecke machen… Unterwegs stand ich zum Glück nur zweimal im Stau. Erster Stau Baustelle. Das zweit Mal staute es sich an der Grenze zu Dänemark, hier wurde nach illegal Einreisenden gesucht und die Autobahn auf eine Spur verengt.

Die Fahrt von der Grenze bis nach Hirtshals war in den frühen Morgenstunden wie immer richtig anstrengend !

Als ich einige Stunden später endlich am Hafen in Hirtshals angekommen war konnte man auch schon direkt einchecken. So stellte ich mich mit meinem Abenteuermobil schnell in die noch nicht ganz so lange Schlange, ich war das dritte Auto und wartete bis ich an der Reihe war. Insgesamt kam es mir so vor als wäre an diesem Tag eher weniger los als sonst. Und hoffte schon, dass meine Kabine, in der günstigsten Kategorie, in der sich mein Liegeplatz befindet, in der man sich mit bis zu fünf oder sogar acht weiteren Personen eine Art Kabine teilt, nicht bis auf den letzten Platz ausgebucht ist. Liegeplatz beschreibt es auch ganz gut, je nachdem wer sich da sonst noch so tummelt wird es mit schlafen gelegentlich schwierig. Für die Passagiere der Färöer-Inseln und von Island ist Alkohol an Bord günstig…

Das Wetter war super aber ich machte nur wenige Aufnahmen von der Fähre die noch im Hafen lag, ich habe das Schauspiel ja schon einige Male zuvor gesehen als ich aber auf dem obersten Deck war flitzte noch eine alte Bekannte in den Hafen. Die Fjord Cat mit der ich einige Tage zuvor aus Norwegen zurück gekommen bin.
Ich habe mich auf die Suche nach einem Fensterplatz mit einer Steckdose gemacht. Steckdosen sind an Bord nämlich Mangelware und direkt am Fenster dazu noch eher schwer zu bekommen. Ich hatte Erfolg und besorgte mir noch eine kleine Stärkung.

Auf dem ersten Teil der langen Fahrt von Hirtshals nach Tórshavn auf den Färöer-Inseln habe ich noch etwas an meiner Reiseplanung gearbeitet. Es gibt natürlich gegen Aufpreis auch Internet auf der Fähre. Ein Erfahrungsbericht hier wird folgen.

Meine Hoffnungen haben sich sogar ein Stück erfüllt, der Seegang war eher ruhig und es war tatsächlich eher weniger los als in den vergangenen Jahren und ich musste meine Kabine, die insgesamt neuen Liebeplätze bot, nur mit drei weiteren teilen. So konnte ich zumindest einige Stunden mehr oder weniger gut schlafen.

Spät abends, am darauf folgenden Tag ging ich in Tórshavn an Land und fuhr direkt zu meinem Platz für die Nacht.

Am nächsten Tag stand, wie auch die Jahre zuvor die Besteigung des höchsten Berges der Färöer-Inseln auf dem Plan aber es sollte mir auch in diesem Jahr nicht gelingen einmal bei gutem Wetter auf dem Gipfel zu stehen. So zog ich weiter und schaute mir einige Teile der Färöer-Inseln an die ich zuvor noch nicht gesehen hatte. Durch einen der zwei Unterseetunnel, die es auf den Färöer-Inseln gibt, ging es für 100 DKK auf die Insel Borðoy und von dort aus auf die anderen Inseln Viðoy und Kunoy, die aber für mich nicht ganz so viel zu bieten hatten.

Der eigentliche Grund auf die Insel Borðoy zu fahren war aber die Insel Kalsoy, eine der Außeninseln die mit dem KFZ nur per Fähre erreichbar ist. Dort befanden sich zwei Motive die ich unbedingt einmal selbst fotografieren wollte. Als ich am Morgen die Augen öffnete sah es jedoch nicht so aus als würde es sich lohnen bei solch einem Wetter auf die Insel Kalsoy zu fahren aber wie so oft bei der Art wechselhaftem Wetter, welches in diesen Breitengraden herrscht änderte es sich schlagartig wieder in gutes Wetter. Es war nur schade, dass ich durch mein Zögern die ersten beiden Fähren nach Kalsoy bereits verpasst hatte und es die dritte Fähre des Tages, dienstags und donnerstags, nicht im Fahrplan gibt.

So war ich also auf der Insel Borðoy für ein paar Stunden gestrandet.

Ich habe die Touristeninformation in Klaksvík aufgesucht um mir dort die Zeit zu vertreiben.

Um sicher die Fähre um 14:50 Uhr zu erwischen machte ich mir frühzeitig auf den Weg zum Fähranleger. Es ging aber ganz offensichtlich nicht nur mir so und der ganze Bereich der sicher auf die Fähre passt war bereits komplett voll. Ich war das dritte Auto das nicht mehr auf die kleine Fähre SAM passte, welche nur maximal 17 Autos transportieren kann. Kommt noch ein Wohnmobil oder ähnliches dazu passen natürlich noch weniger Autos auf die Fähre.
Kurz vor Ankunft der Fähre standen mehr als doppelt so viele Autos in der Schlange wie transportiert werden können.
Ich habe mich, einige Zeit, mit einer Gruppe Einheimischer unterhalten die mir sagten ich könnte evtl. noch mit etwas Glück auf die Fähre kommen und genau so kam es dann auch. Auch diese Fähre wartet nicht ! Auf Personen die zwar in der Reihe stehen und nicht rechtzeitig an ihrem Fahrzeug sind wurde nicht gewartet. Die ersten Fahrzeuge durften an Bord fahren und schlussendlich auch ich.

Die Fahrt, für160 DKK Hin- und Rückfahrt, dauerte nur circa 15 Minuten und als wir auf der Insel Kalsoy angekommen waren, machte ich mich sofort auf den Weg in den Norden der Insel, nach Trøllanes. Unweit von Trøllanes befindet sich ein Leuchtturm in atemberaubender Kulisse. Ich verbrachte einige Zeit dort und versuchte einige Aufnahmen zu machen. Es zogen bereits Wolken heran die den Gipfel einhüllten.

Ich hatte, wie schon erwähn, noch ein weiteres Ziel auf Insel aber mir rannte die Zeit schon wieder davon, die letzte Fähre von der Insel geht um 18:50 Uhr. Also habe ich versucht das Fährunternehmen telefonisch zu erreichen, es gibt nämlich auch noch eine Fähre um 22:35 die allerdings nur fährt, wenn man sich im Vorfeld dafür anmeldet. Leider funktionierte mein Telefon nicht, warum auch immer. So musste ich leider mein zweites Ziel auslassen und fuhr wieder zum Fähranleger und stellte mich wieder einmal in die Reihe. Als die Fähre anlegte fragte ich sofort wie es mit der Fähre um 22:35 aussieht und habe gesagt, dass ich leider niemanden erreichen konnte und ob ich mich auch direkt bei ihm anmelden könnte. Wieder einmal hatte ich Glück es wäre kein Problem und die Fähre um 22:35 würde fahren.
So konnte ich doch noch zu meinem zweiten Ziel der Sealwoman fahren. Diese befindet sich in Mikladalur.
Zufrieden und mit einigen Fotos mehr auf der Speicherkarte machte ich mich schließlich wieder auf den Weg zum Fähranleger.

Am nächsten Tag ging es, durch den zweiten Unterseetunnel, ein weiteres Mal waren 100 DKK fällig, nach Gasadalur. Dieses Dorf, auf der Insel Vágar, zieht mich nach wie vor in seinen Bann. Ich war bereits drei Jahre in Folge auf den Färöer-Inseln und jedes Mal war ich in Gasadalur. Ein Ort in dem früher niemand sein wollte, weil er nur sehr schwer zu erreichen war. Entweder zu Fuß oder per Hubschrauber aus diesem Grund galt es bis Anfang des 21. Jahrhunderts als einer der isoliertesten Orte Europas. Seit 2003 gibt es einen Tunnel der das Dort so zu sagen mit dem Rest der Welt verbindet. Ein magischer Ort !

Gegen Mittag machte ich mich ein weiteres Mal auf dem Weg zu einer Fähre, der Fähre von den Färöer-Inseln nach ISAND !!!!

Bilder:

Leuchtturm bei Trøllanes, Färöer-Inseln
Leuchtturm bei Trøllanes, Färöer-Inseln

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